Marie-Janine Calic

Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region

Marie-Janine Calic ist eine grosse Kennerin Südosteuropas. Und es ist ein Vergnügen, sie zu lesen und ihren Gedankengängen zu folgen. So ist auch Südosteuropa – zugegebenermassen ein Wälzer ... – trotz seines Umfanges sehr lesbar. Durch die Geschichte Südosteuropas, die Calic mit dem Römischen und Byzantinischen Reich beginnen lässt, leitet uns die Frage, wie Südosteuropa mit der europäischen Geschichte verbunden ist. So lesen sich die Ereignisse nicht einfach als chronologische Aufzählungen, sondern der Fokus liegt auf den Beziehungen, den Verbindungen, den gegenseitigen Einflüssen. Und immer wieder flechtet Calic Beschreibungen des Alltags ein, aus dem Istanbul des 17. Jahrhunderts, dem Thessaloniki oder den Rhodopen des 19. Jahrhunderts, oder aus Sarajevo 1984.

Ein spannendes Buch, das viel zum Verständnis der manchmal sehr kompliziert wirkenden Realitäten in Südosteuropa beiträgt! cn

Klappentext:

Die Bewohner Südosteuropas teilen viele gemeinsame Erfahrungen, und bis heute sind ihre Schicksale wechselseitig eng miteinander verknüpft. Eine gemeinsame Identität sucht man dennoch vergeblich. Stattdessen hat sich hier eine einzigartige Vielfalt herausgebildet, die sich nicht zuletzt überregionalen Bezügen verdankt. Werden und Wandel Südosteuropas von der Antike bis zur Gegenwart werden daher in diesem Buch nicht bloss aus der Region selbst erklärt, sondern aus einer globalgeschichtlichen Perspektive neu betrachtet. Dabei zeigt sich, dass der Austausch mit dem Rest der Welt eine viel grössere Rolle gespielt hat, als es in den gängigen historischen Darstellungen zum Ausdruck kommt.

Über die Autorin / über den Autor:

Marie-Janine Calic ist Professorin für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bei C.H. Beck ist von ihr erschienen: Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert (2014).

Preis: CHF 49.50
Sprache: Deutsch
Art: Gebundenes Buch
Erschienen: 2016
Verlag: C.H. Beck
ISBN: 978-3-406-69830-9
Masse: 704 S.

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