Georg Klauda

Die Vertreibung aus dem Serail

Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt

Klappentext:

Islamische Staaten geraten durch die Verfolgung "Homosexueller" immer wieder in den Blickpunkt der Medien, und wenn sich hierzulande deklassierte Halbstarke aggressiv gegenüber Schwulen zeigen, fragt man reflexhaft nach ihrem "kulturellen Hintergrund". Dabei ist die klassische türkische und arabische Liebeslyrik voll von gleichgeschlechtlichen Motiven, die man in der Literatur des "aufgeklärten" Abendlands zumeist vergeblich sucht.

Angesichts dieses Widerspruchs zeichnet Georg Klauda die Konzepte mann-männlicher Liebe und Lust in christlichen und muslimischen Gesellschaften vergleichend nach. Er zeigt den historischen Anteil des Westens an der Formierung antihomosexueller Diskriminierung in der islamischen Welt und belegt, dass auch in Deutschland – trotz aller gegenwärtigen Liberalität – von einer Auflösung des heteronormativen Korsetts keine Rede sein kann.

Über die Autorin / über den Autor:

Georg Klauda, geboren 1974, studierte Soziologie, Neuere Geschichte und Linguistik in Erlangen und Berlin. Ende der 90er Jahre engagierte er sich als Schwulenreferent im AStA der Freien Universität und beteiligte sich an der Gründung der sexualemanzipatorischen Zeitschrift "Gigi". Heute publiziert der Diplom-Soziologe in verschiedenen linken Zeitschriften über Themen wie Homophobie und Rassismus.

Preis: CHF 24.50
Sprache: Deutsch
Art: Broschiertes Buch
Erschienen: 2016
Verlag: Männerschwarm
ISBN: 978-3-939542-34-6
Masse: 168 S.

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