Christian Reder

Mediterrane Urbanität

Perioden vitaler Vielfalt als Grundlagen Europas

Klappentext:

Europa hat seit den Phöniziern vom Mittelmeer aus Gestalt angenommen. Von Krisenzonen umgeben, transformiert sich heute eine seiner beliebtesten Feriendestinationen zum Schauplatz von Flüchtlingstragödien. Dabei sind aus dem Mittelmeerraum, wie aus ganz Europa, generationenlang Millionen Menschen ausgewandert. Solche Realitäten globaler Migration ostentativ auszublenden provoziert eine kollektive Weltfremdheit.

Europas Perspektiven ohne das Mittelmeer und dessen Anrainer zu denken, wäre absurd. Die Distanzen ver­grössern sich jedoch wieder. Dabei gab es gerade dort weltoffene Phasen akzeptierter urbaner Vielfalt. Um dieser Vielfalt mediterraner Urbanität Kontur zu verleihen, wird die Geschichte von zwanzig signifikanten Hafenstädten am Mittelmeer sowie Schwarzen Meer skizziert – vor allem Perioden, in denen Menschen verschiedener Herkunft ein tolerantes Zusammenleben möglich war. Wurde das durch ein Ablehnen oder Vertreiben als Fremde geltender ruiniert, hat das rundum geschadet.

Über die Autorin / über den Autor:

Christian Reder, geboren 1944 in Budapest, ist Projektberater und Essayist, emeritierter Professor für Kunst- und Wissenstransfer an der Universität für angewandte Kunst Wien. 1980-1994 war er Leiter des ­Österreichischen Hilfskomi­tees für Afghanistan. Bei Mandelbaum erschienen Deformierte Bürgerlichkeit (2016) ­sowie Noch Jahre der Unruhe … Ali M. Zahma und ­Afghanistan (2018).

Preis: CHF 37.90
Sprache: Deutsch
Art: Broschiertes Buch
Erschienen: 2020
Verlag: Mandelbaum
ISBN: 978-3-85476-878-4
Masse: 480 S.

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