Adonis

Verwandlungen eines Liebenden

Gedichte 1958-1971, Arabisch und Deutsch

Klappentext:

Der 1930 geborene Adonis gilt als der bedeutendste arabische Dichter unserer Zeit – ein moderner Klassiker, der es wie kein zweiter versteht, eine Synthese zu schaffen zwischen der grossen Tradition der arabischen Dichtung und der modernen westlichen Lyrik. Gerade diese Polyphonie ist es, die Lesern verschiedener Herkunft den Zugang zu seinem Werk ermöglicht.

Adonis zeigt, dass der Orient sich durchaus für eine Moderne aussprechen kann, ohne seine kulturelle Identität preiszugeben, wie es die reaktionären Kräfte stets behaupten. Die alte arabische Tradition des Wortes und des Hörens eines Wortes, das auch der Muezzin vom Minarett herab verkündet, will er bewahren und verteidigen.

Anstatt die Kultur des Westens zu übernehmen, gilt es, dem Westen abzuschauen, wie man die eigene Kultur von innen heraus kritisiert. Und so sind denn Adonis' Verse eine poetische Kampfansage an das religiöse Establishment, die rückwärtsgewandten Kräfte ebenso wie an die Vertreter der rein äusserlichen, technischen Rezeption westlicher Errungenschaften.

Über die Autorin / über den Autor:

Adonis wurde 1930 als Ali Ahmad Said Esber im syrischen Alawitengebirge geboren. Zunächst besuchte er keine Schule, sondern wurde vom Vater unterrichtet. Er studierte in Damaskus Philosophie und veröffentlichte bereits in dieser Zeit erste Gedichte. Wegen politischer Aktivitäten verbrachte er elf Monate im Gefängnis. 1956 geht er in den Libanon nach Beirut, wo er zu einer der wichtigsten Stimmen für die Neubegründung der arabischen Lyrik wurde. 1980 emigrierte er nach Paris. Adonis unterrichtet als Gastdozent u.a. an der Sorbonne und in Princeton. Für seine Lyrik wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er lebt heute in Paris.

Preis: CHF 35.90
Sprache: Deutsch, Arabisch (aus dem Arabischen von Stefan Weidner)
Art: Gebundenes Buch
Erschienen: 2011 (1988)
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-10-000631-8
Masse: 356 S.

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