Aktuelle Veranstaltung

Di, 30.06.2020So, 30.08.2020

Fotografinnen an der Front

Ausstellung

Fotomuseum Winterthur


Ort:
Fotomuseum Winterthur

Die Ausstellung Fotografinnen an der Front – Von Lee Miller bis Anja Niedringhaus widmet sich der Bildberichterstattung aus internationalen Kriegen und Konflikten. Gezeigt werden rund 140 zwischen 1936 und 2011 entstandene Bilder der Fotojournalistinnen und Dokumentarfotografinnen Carolyn Cole (*1961), Françoise Demulder (1947–2008), Catherine Leroy (1944–2006), Susan Meiselas (*1948), Lee Miller (1907–1977), Anja Niedringhaus (1965–2014), Christine Spengler (*1945) und Gerda Taro (1910–1937). In ihren Aufnahmen geben die Fotografinnen einen fragmentarischen Einblick in die komplexe Realität des Krieges, vom Spanischen Bürgerkrieg über den 2. Weltkrieg und den Vietnamkrieg, bis zu jüngeren internationalen Kriegsgeschehen im Balkan, in Afghanistan, Irak oder Libyen.

Die Positionen der acht Fotografinnen präsentieren verschiedene Zugänge zum Krieg und seinen Auswirkungen – von einer traditionellen Kriegsberichterstattung über eingebetteten Fotojournalismus bis hin zu innovativen Ansätzen sozialdokumentarischer Fotografie. Die gewählten Perspektiven bewegen sich dabei zwischen sachlicher Distanz und persönlicher Anteilnahme.

Die von Anne-Marie Beckmann und Felicity Korn kuratierte und von Nadine Wietlisbach für das Fotomuseum Winterthur adaptierte Ausstellung konzentriert sich auf weibliche Positionen. Sie verdeutlicht so die lange Tradition von in Krisengebieten tätigen Fotografinnen und bricht mit der weitläufigen Vorstellung, die Kriegsfotografie sei ein durchweg männlich besetztes Berufsfeld. Auch wenn sich die Inszenierungs- und Erzählstrategien der Fotografinnen nicht grundsätzlich von denen ihrer männlichen Kollegen unterscheiden, so mussten sich die Frauen ihre Position an vorderster Front doch immer wieder erkämpfen und sich ausserhalb der für sie vorgesehenen Strukturen bewegen. Dagegen erhielten sie aufgrund ihres Geschlechts in manchen Regionen und Kulturkreisen auch Zugang zu Familien und Betroffenen, der männlichen Kollegen verwehrt blieb. Damit wurde es ihnen möglich, ein differenziertes Bild von den Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung zu zeichnen.

Mit Unterstützung von: Rignier AG, Hirzel-Stiftung und Stiftung Frauen in Europa

Foto:
Carolyn Cole, Ein von Einschüssen durchlöchertes Bild von Saddam Hussein wird von Salem Yuel übermalt. Symbole politischer Führer waren schon kurze Zeit nach Einnahme Bagdads durch US-amerikanische Truppen aus der Stadt verschwunden. Bagdad, Irak, 2003. © Carolyn Cole/Los Angeles Times

Ausstellung bis 30.8.2020

Fotomuseum

Vorschau

Mosaik
Fr, 11.09.2020Sa, 12.09.2020

Symposium "Geometry and Colour: Decoding the Arts of Islam in the West 1880-1945"

Ort:
Museum Rietberg, Vortragssaal, Zürich
Weitere Informationen

The art and architecture of the Islamic world had a decisive influence on the development of decorative arts and western Modernism. Many leading artists, masters of decorative arts and architects took inspiration from the rich Islamic language of forms and ornamentation. The planned conference aims to cast new light on the efforts of western artists to study a foreign but inspiring culture by taking a transcultural approach. Lectures by 14 internationally renowned specialists.

Friday 11 September 2020, 14.30‒19.00 at Museum Rietberg Zürich and Saturday 12 September 2020, 9.00‒18.00 at Kunsthaus Zürich

Tickets

Kübra Gümüşay
Mo, 12.10.2020, 20:00 Uhr

Kübra Gümüşay

"Das Ende unseres Horizonts ist nicht das Ende der Welt." (Kübra Gümüşay) - Die Feministin der Stunde

Ort:
Kaufleuten
Weitere Informationen

In ihrem Buch "Sprache und Sein" folgt die Deutschtürkin Kübra Gümüşay einer Sehnsucht: nach einer Sprache, die Menschen nicht auf Kategorien reduziert. Nach einem Sprechen, das sie in ihrem Facettenreichtum existieren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt. Gümüşay zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle – in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse – anders miteinander kommunizieren?

Kübra Gümüşay, geboren 1988, ist eine der einflussreichsten Intellektuellen und politischen Aktivistinnen des deutschsprachigen Raums. 2011 wurde ihr Blog Ein Fremdwörterbuch für den Grimme Online Award nominiert. Die von ihr mitbegründete Kampagne #ausnahmslos wurde 2016 mit dem Clara-Zetkin-Frauenpreis ausgezeichnet. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Rassismus, Feminismus, Netzkultur und Fragen gesellschaftlicher Vielfalt. Nach Jahren in Oxford lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn wieder in Hamburg, ihrer Geburtsstadt.

Moderation: Tuğba Ayaz (Reporterin)

Foto: Paula Winkler

Tickets

Elif Shafak
Di, 09.02.2021, 20:00 Uhr

Elif Shafak

Die Aktivistin im Gespräch über Menschenrechte

Ort:
Klubsaal, Kaufleuten, Zürich
Weitere Informationen

Elif Shafak gehört zu den meistgelesenen Schriftstellerinnen weltweit. Zunächst in der Türkei mit ihren sozialkritischen Texten berühmt geworden, ist sie heute eine der bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen Literatur. Gleichberechtigung und freiheitliche Werte sind ihre Maxime. Und Mittel im Kampf gegen die gesellschaftliche Verrohung und den Vormarsch der Autokraten, die am Selbstverständnis der westlichen Demokratien rütteln.

Im Kaufleuten spricht Elif Shafak nun mit Felix E. Müller (ehemaliger Chefredakteur NZZ am Sonntag) über die auseinanderbrechende Weltordnung und ihr Engagement für Rechte von Frauen und Minderheiten. 

Das Gespräch findet auf Englisch statt.

Elif Shafak (*1971), als Tochter eines türkischen Diplomaten in Strassburg geboren, wuchs unter anderem in Madrid und Amman auf. Sie studierte Internationale Beziehungen an der Technischen Universität des Nahen Ostens in Ankara. Ihre ersten Erzählungen veröffentlichte sie in den 1990er Jahren, der Durchbruch gelang ihr mit dem Roman Şehrin Aynaları (Spiegel der Stadt), für den sie im Jahr 2000 den Preis des türkischen Schriftstellerverbandes erhielt. Shafak ist Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations und lebt heute in London. In ihren Büchern Die vierzig Geheimnisse der Liebe (2013), Ehre (2014) und Der Geruch des Paradieses (2016) schreibt die Feministin und Menschenrechtlerin gegen Ausgrenzung und Benachteiligung an. Ihre Geschichten erzählen von eigenwilligen Figuren und lassen den bedingunglose Einsatz für Menschlichkeit spüren. 

Bild: © Fethi Karaduman

Marco Masini
So, 25.04.2021, 20:00 Uhr

Marco Masini

Konzert

Ort:
Kaufleuten, Klubsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich
Weitere Informationen

In den späten achtziger Jahren spielte er noch in der Band von Umberto Tozzi, mit dem er 2006 auch das Erfolgsalbum Tozzi/Masini herausgab und anschliessend gemeinsam auf Tournee ging. Heute gehört Marco Masini zu den populärsten Cantautori Italiens, für den – wie für fast alle anderen auch – das Festival San Remo das grosse Karrieren-Sprungbrett war. Schon 1990 gewann er bei den Newcomers und 2004 in der Hauptkategorie mit seinem Hit «L’uomo volante». Dazwischen sorgte er vor allem mit seinem Album «T’innamorerai» mit dem Skandalhit «Vaffanculo» für Furore. 2020 feiert Masini sein 30-jähriges Bühnenjubiläum, mit einem neuen Album, einem Gastauftritt beim San Remo Festival und mit einer ausgedehnten Tournee, die ihn am 15. April für sein einziges Konzert in der Schweiz ins Kaufleuten Zürich führen wird. Wie schon im Herbst 2018 wird er mit kraftvoll-rauher Stimme und grandiosen Songs seine vielen Fans begeistern. Grande, Marco!

Tickets

Mario Biondi
Di, 27.04.2021

Mario Biondi

Der italienische Funk- und Soul-Crooner mit der besten dunklen, rauchigen Stimme Europas

Ort:
Kaufleuten Zürich
Weitere Informationen

Mario Biondi spannt seit seinem Debüt-Album «Handful of Soul» on 2006 spannt der italienische Funk- und Soul-Crooner Mario Biondi mit seiner dunklen, rauchigen Stimme den Bogen vom Broadway-Swing über R’n’B bis hin zu Soul und Blues. Zu seinen Idolen gehören Lou Rawls, natürlich Isaac Hayes und auch Al Jarreau, der wie Chaka Khan auf seinem legendären Album «Sun» von 2013 als Stargast mitwirkte. Produziert wurde es übrigens von Incognitos Jean-Paul «Bluey» Maunick, bekanntlich ebenfalls ein Liebhaber und Verfechter dieser süffigen Sounds aus den 70ern. Sein vorletztes Album «Beyond» hat Biondi in einem stürmisch gefeierten Konzert im Kaufleuten Zürich Ende Mai 2015 vorgestellt, sein letztes «Brasil» am JAZZNOJAZZ Festival 2018. Nun kommt der Italiener mit der pechschwarzen Stimme noch einmal ins Kaufleuten, natürlich wieder mit einem neuen Album und neuen Songs, die Crooner Biondi am Dienstag, 27. April 2021 im einzigen Konzert in der Schweiz seinen Fans präsentieren wird.