Aktuelle Veranstaltung

Sa, 20.04.2019, 18:30 Uhr

Zvizdan (Mittagssonne)

Film von Dalibor Matani, Kroatien 2015

Zvizdan


Ort:
Cinematte Bern, Wasserwerkgasse 7, Bern

Vor gut 20 Jahren endeten in Kroatien und Bosnien/Herzegowina die Zerfallskriege Jugoslawiens und hinterliessen tiefe Spuren und grosse gesellschaftliche Zerwürfnisse. Wie gehen die Nachkriegsgesellschaften heute mit diesem gewaltvollen Erbe um? Zvizdan nimmt dazu Stellung.

Der Film spielt in der Krajina, der Region im dalmatinischen Hinterland, die im Krieg von serbischen Separatisten regiert wurde. Über drei sehr persönliche Episoden (vor dem Krieg, unmittelbar nach dem Krieg, heute) werden die Entwicklungen in dieser für das kroatische Selbstverständnis wichtigen und schon immer ethnisch gemischten Region dargestellt. Regie: Dalibor Matani

Weitere Vorstellungen: Montag, 29. April, 20.30 Uhr

Cinematte in Zusammenarbeit mit Mindset Tours GmbH

Vorschau

enrico-deaglio
Sa, 18.05.2019, 18:00 Uhr

Enrico Deaglio

Eine wahrhaft schreckliche Geschichte zwischen Sizilien und Amerika

Ort:
Buchhandlung mille et deux feuilles, Glasmalergasse 6, 8004 Zürich
Weitere Informationen

Der italienisch-amerikanische Autor, Enrico Deaglio, hat das Buch 2015 unter dem Titel Storia vera e terribile tra Sicilia e America bei Sellerio herausgebracht. Diesen Frühling ist die deutsche Übersetzung, Eine wahrhaft schreckliche Geschichte zwischen Sizilien und Amerika, beim neuen Verlag Edition Converso erschienen – ein kleiner Verlag, der sich auf Literaturen aus dem Mittelmeerraum spezialisiert! In seinem Buch rekonstruiert Enrico Deaglio mit erzählerischer Kraft und der journalistischen Bravour eines Truman Capote einen Fall von Lynchjustiz, der sich 1899 einige hundert Kilo­meter nördlich von New Orleans zutrug und wie ein film­reifer Thriller beim Lesen Gänsehaut erzeugt.

Enrico Deaglio ist 1947 in Turin geboren und lebt heute in San Francisco. Er hat Medizin studiert, sich politisch für die Lotta Continua engagiert, hat für verschiedene Zeitungen (Lotta Continua, Stampa, Il Manifesto, Diario) gearbeitet und insgesamt 20 Bücher veröffentlicht.

Die Lesung, moderiert von der Übersetzerin Ruth Gantert, wird zweisprachig geführt, auf Italienisch und Deutsch.

Bitte um Anmeldung unter info@milleetdeuxfeuilles.ch oder 044 291 11 33. Eintritt 15.- Fr.

Geschichte der Frau
Di, 21.05.2019, 20:00 Uhr

Feridun Zaimoglu

Die Geschichte der Frau – geschrieben von diesem Mann

Ort:
Festsaal, Kaufleuten, Zürich
Weitere Informationen

Feridun Zaimoglu wagt ungeheuerliches: Er schreibt Die Geschichte der Frau. Er lässt dabei zehn ausserordentliche Frauen zur Sprache kommen vom Zeitalter der Heroen bis heute. Ihre Erzählungen, die nie überliefert wurden – weil die Männer ja die Geschichte schrieben, nicht wahr? Frauen sind in der Geschichte stets nur schweigend dekorativ, gehorsam gewesen – doch nun sprechen sie, klar und laut, wie eine abgefeuerte Kugel.

Ein feministisches Manifest ist dieser Roman geworden, ein Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzähung aus der Sicht der Frau.

stanisic
Mi, 22.05.2019, 19:30 Uhr

Saša Stanišić – Herkunft

Lesung und Gespräch, Moderation: Sebastian Meixner (Deutsches Seminar)

Ort:
Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Weitere Informationen

Der grosse Erzähler Saša Stanišić widmet sich einem so persönlichen wie universellen Thema: Herkunft und Heimat, und hat darüber ein wunderbares Buch geschrieben.

Im Herbst 2017 begeisterte Saša Stanišić das Zürcher Publikum mit fulminanten Poetikvorlesungen, in denen es um seine Heimaten ging – in der Erinnerung und der Erfindung. Im Weiterdenken und Weiterschreiben ist daraus das Buch Herkunft entstanden, das diesen Frühling bei Luchterhand erscheint. Herkunft handelt davon, wie es ist, in Višegrad mit einer Schlange zu tanzen, in Heidelberg mit einem Kayak ins Schwimmbad zu gehen, in Oskoruša auf Drachen zu reiten. Es ist ein Buch über einen Urgrossvater, der Flösser war und nicht schwimmen konnte, und eine Urgrossmutter, die singen konnte wie eine Sirene. Die Toten sprechen in Herkunft (haben aber nicht viel zu sagen), und die Lebenden vergessen (sie hätten viel zu erzählen). Saša Stanišić liest und spricht mit Sebastian Meixner und Studierenden des Deutschen Seminars über sein Buch.

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Romagnola
Do, 13.06.2019, 19:30 Uhr

Raffaella Romagnolo

Lesung und Gespräch

Ort:
Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Weitere Informationen

Raffaella Romagnolo verbindet Erzählungen von Freundschaft und Liebe, politischem Widerstand und Partisanentum zu einem faszinierenden Porträt Italiens im 20. Jahrhundert.

Mit ihrem tragisch-traurigen Familienroman La figlia sbagliata war Raffaella Romagnolo für den Premio Strega nominiert, ihr neues Buch Bella Ciao (Diogenes 2019, aus dem Italienischen von Maja Pflug) sorgt international für Aufmerksamkeit. Im Fokus stehen wiederum komplexe Beziehungen und weibliche Charaktere: Giulia und Anita, beste Freundinnen, quasi-Zwillinge, Verlobte bzw. Liebhaberin desselben Mannes ... Diese enge Verbundenheit treibt Giulia am Anfang des 20. Jahrhunderts weg vom piemontesischen Dorf Borgo di Dentro und holt sie 1946 wieder zurück. In der Zwischenzeit sind zwei Weltkriege vorbeigezogen, in denen Giulia sich in New York eine neue Existenz aufgebaut und Anita Partisanen ernährt hat – wie werden sich die beiden ehemaligen Freundinnen und Rivalinnen gegenübertreten?

Moderation: Franco Supino, Lesung: Lara Körte.

Shafak
So, 23.06.2019, 20:00 Uhr

Elif Shafak – Unerhörte Stimmen

Lesung und Gespräch

Ort:
Kaufleuten, Pelikanplatz, 8001 Zürich
Weitere Informationen

In ihrem neuen Roman schreibt Elif Shafak über den Wert von Menschlichkeit und Liebe in beklemmenden Zeiten. Unerhörte Stimmen ist ein Meisterwerk der Empathie, der Scharfsicht und der literarischen Courage.

Elif Shafak, in Strassburg geboren, gehört zu den meistgelesenen Schriftstellerinnen in der Türkei. Die preisgekrönte Autorin von vierzehn Büchern, darunter Die Geheimnisse der Liebe (2013), Ehre (2014) und Der Geruch des Paradieses (2016), schreibt auf Türkisch und Englisch. Elif Shafak lebt in London.

Zum Buch: Gemäss einer Studie ist das menschliche Gehirn nach dem letzten Atemzug für weitere 10 Minuten und 38 Sekunden aktiv. Diese Erfahrung macht auch Leila, eine Prostituierte, als sie eines Nachts ermordet wird. Minute für Minute denkt sie zurück, erinnert sich an Gerüche und Farben, an ihre Weggefährten und Feinde, an die entscheidenden Momente ihres Lebens, einschliesslich des letzten. Wie konnte es zu ihrem Tod kommen?

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