Stefan Weidner

1001 Buch

Ein spannender und äusserst informativer Einstieg in die Literaturen des Orients. Das Ziel dieses Bandes ist es, den Begriff Orient von seinen westlichen Klischees zu befreien und aufzuzeigen, dass diese Literaturen "mehr und anderes aufzeigen, als wir zu sehen gewohnt sind und oft auch zu sehen bereit sind" (Stefan Weidner). In 1001 Buch geht es darum, diejenigen Titel vorzustellen, die in den stark vom Kulturraum Islam geprägten Sprachen Arabisch, Persisch und Türkisch verfasst wurden und zudem auf Deutsch erhältlich sind. Dies ist natürlich eine Einschränkung, birgt jedoch den Vorteil, dass wir die Werke auch tatsächlich als Ganzes lesen können. Seit dem 20. Jahrhundert entstanden auch zunehmend Literaturen, die zwar in westlichen Sprachen verfasst sind, jedoch biografisch im Orient verortet sind, dazu gehört die Exilliteratur, die Literatur von Zugewanderten und Kolonisierten. 1001 Buch stellt den Orient als polykulturellen Imaginationsraum vor. So werden zum Beispiel auch die in Andalusien entstandene hebräische Lyrik, jüdische Literatur aus dem Irak und Werke von christlichen Libanesinnen und Libanesen vorgestellt. Ein inspirierendes Nachschlagewerk! ap

Klappentext:

Vom Koran bis zu 1001 Nacht, von Nobelpreisträgern bis zu Dichterinnen im Exil: Die Autorinnen und Autoren des Orients schreiben Weltliteratur.

Stefan Weidner, einer ihrer besten Kenner, bringt sie uns so nah wie nie zuvor – anhand der wichtigsten, auch in deutscher Übersetzung vorliegenden Romane und Gedichte, anhand von Einzelportraits und Überblicksdarstellungen.

1001 Buch ist eine Literaturgeschichte des Orients für unsere Zeit.

Über die Autorin / über den Autor:

Stefan Weidner, geboren 1967 in Köln, studierte Islamwissenschaften, Germanistik und Philosophie in Göttingen, Damaskus, Berkeley und Bonn. Seine Initiation in die arabischen Sprachwelten erlebte er als junger Schüler, allein und voller Neugier und frei von falschen Bildern auf einer Reise nach Nordafrika. Heute lebt er als Autor, Literaturkritiker und Übersetzer (v.a. aus dem Arabischen) in Köln. Von 2001-2016 war er Chefredakteur der vom Goethe-Institut zweimal im Jahr in den Sprachen Arabisch, Englisch und Farsi herausgegebenen Kulturzeitschrift Fikrun wa Fann/Art&Thought (www.goethe.de/fikrun). 2006 wurde Stefan Weidner mit dem Clemens-Brentano Preis der Stadt Heidelberg, 2007 mit dem Johann-Heinrich-Voss Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und 2014 mit dem Paul-Scheerbart Preis der Ledig-Rowohlt Stiftung ausgezeichnet. 2009/2010 war er August-Wilhelm-Schlegel Gastprofessor für Poetik der Übersetzung an der FU Berlin. Vom Sommersemester 2011 bis zum Wintersemester 2011/12 bekleidete er an der Universität Bonn die erste Thomas-Kling Poetik-Dozentur.

Preis: CHF 41.50
Sprache: Deutsch
Art: Gebundenes Buch
Erschienen: 2019
Verlag: Converso
ISBN: 978-3-9819763-3-5
Masse: 432 S.

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