Miljenko Jergović

Freelander

Karol Adum, ein pensionierter Professor, macht in seinem alten Volvo eine Reise nach Sarajevo, zwecks Testamenteröffnung seines verstorbenen Onkels, den er gar nicht kannte. Unwillig bricht er zu dieser Reise auf – er verlässt Zagreb nicht gerne. Und er hat ziemlich festgefahrene Bilder von Bosnien in seinem Kopf. Doch je näher er an Sarajevo kommt, desto näher sind auch wieder seine Kindheitserinnerungen. An diese Kindheit, die er mit seiner Mutter in Sarajevo verbracht hat. 

Eine triste Beschreibung einer tristen Gegend; und ein Einblick in die komplexen Verästelungen von Identität im Balkan. Nationalität alleine ist nie ausreichend, um einen Menschen festzuschreiben – im Balkan schon gar nicht. cn

Klappentext:

Freelander nimmt den Leser mit auf eine skurrile Reise. Als der pensionierte Studienrat Karlo Adum zu einer Testamentseröffnung nach Sarajevo geladen wird, setzt er sich nur widerwillig in seinen alten Volvo und verlässt Zagreb. Je näher er dem Ziel seiner Reise kommt, desto mehr Erinnerungen steigen in ihm auf: an seine schöne, grausame "Mama Cica", die gerne mit deutschen Soldaten flirtete; an den verrückt geowrdenen Vater; an die erhängten Kommunisten vor der Kathedrale; an eine Fahrt zum meer und an seine eigenen Verfehlungen in einer Welt voller nationaler Animositäten. Miljenko Jergović zeigt sich in Freelander wieder als Sprachkünstler voller fulminanter Erzählfreude. Mal melancholisch, mal urkomisch sinniert er über die menschliche Dummheit und den Sinn des Lebens.

Über die Autorin / über den Autor:

Miljenko Jergović, geboren 1966 in Sarajevo, lebt in zagreb. Er arbeitet als Schriftsteller und politischer Kolumnist und ist einer der grossen europäischen Gegenwartsautoren. Sein Werk ist in zahrleiche Sprachen übersetzt.

Preis: CHF 13.90
Sprache: Deutsch (aus dem Kroatischen von Brigitte Döbert)
Art: Taschenbuch
Erschienen: 2011 (2007)
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-40852-4
Masse: 231 S.

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